Bild: Peter Weidemann in Pfarrbriefservice.de
Adventssingen in St. Mechthild in Westeregeln
Vor einigen Jahren begann aus einem Gedanken und einer Idee ein fester Termin bei uns in St. Mechthild zu werden, Adventssingen. Was aus der Idee einfach mal bewusst Adventslieder zu singen entstanden ist, kann man nun schon Tradition nennen. Weit vor dem 1. Advent beginnen die Vorbereitungen. Einladungen gestalten und verbreiten, Liedhefte entwerfen und drucken, Akteure gewinnen, Einkaufslisten schreiben, Dekoration basteln, Organisten festnageln und, und, und. Das hört sich erstmal schwer nach Arbeit an, ist es vielleicht auch, aber es macht viel Freude. Die Bastelgruppe trifft sich nicht nur in der Vorbereitungszeit, sondern immer. Es macht große Freude die Einladungen zu verteilen, man kommt immer ins Gespräch und so mancher Angesprochene hängt freudig alles ins Schaufenster. Unsere evangelischen Mitgeschwister waren zeitweise beim Verteilen der Einladungen sogar schneller als wir! Das nennt man doch gelebte Ökumene. Ich kann es gar nicht oft genug betonen! Darauf sind wir hier im Ort auch sehr stolz! Das ist nicht alltäglich! In diesem Jahr hatten wir sogar einen ökumenischen Kinderchor, der uns den lieben Advent besungen hat! Klasse! Mittlerweile gibt es in unserer Verbandsgemeinde einen WhatsApp-Kanal, den auch wir für unsere Einladungen nutzen konnten. In diesem Jahr hatte unser selbstgebauter Adventskranz aus einem Ackerwagenreifen und alten Hufeisen seine Premiere. Die Idee stammt von Nachbar Egon, der die Reifen zu schade fand wegzuwerfen. Der erste Advent kam schneller, als wir dachten, aber wir waren rechtzeitig fertig. Gegen 16.30Uhr begann ein Strom Leute in unsre Kirche zu kommen, der uns bei all der Sorge alle unter zu kriegen einfach lächeln ließ. Es waren knapp 150 Leute unsere Einladung gefolgt! Auch wenn die 100 Liedhefte nicht für jeden genügten, der Gesang erfüllte St. Mechthild in so wunderbarer Fülle! Die Kinder trugen adventliche Gedichte auf, Herr Stock von der evangelischen Gemeinde las das Magnificat und Antonia eine wunderbare Geschichte von Hans Kurze vor, der Geiger bei Bach in Leipzig war. Im Anschluss waren alle eingeladen bei Punsch, Schmalzstulle oder anderen Leckereien miteinander ins Gespräch zu kommen, was auch rege in Anspruch genommen wurde. Wir bedanken uns bei allen, die gekommen waren, die gesungen haben, die geholfen haben, bei denen, die niemals genannt werden wollen, bei denen, die wir hier nicht erwähnt haben, bei denen die mitgewirkt haben, die das Feuer und die Kerzen betreut haben, die sich um unser neues Mikrofon und den Lautsprecher gekümmert haben, die aufgeräumt haben, die die Instrumente gespielt haben, die mit den Kindern geübt haben, die Stullen geschmiert haben, die das Klo bezahlt haben, die Bilder geschossen haben und die Anteil daran hatten, dass es so ein schöner Nachmittag geworden ist. Die ganze Mühe hat sich für den einen Satz am Feuer gelohnt: Jetzt beginnt für mich der Advent! Eine große Freude wäre es für uns, wenn es uns im kommenden Jahr gelingen würde einen Priester dabei zu haben, der die vielen Menschen auch segnet! Es ist ganz einfach! Jedes Jahr am 1. Advent! Einfach bereits jetzt einschreiben! Traditionelles Adventssingen in St. Mechthild.
Detlef Grau
Lichtbildvortrag
"Mit dem Barkas nach Rom.
Eine „etwas“ verrückte Pilgerreise
der Familie Grau durch Italien."
2025, ein heiliges Jahr! Was lag also näher als eine Pilgerreise nach Rom? Nur womit? Eigentlich keine Frage! Natürlich mit dem Barkas! 45 Zweitakt-PS sollten genügen! Über diese für manchen Zeitgenossen verrückte und manchmal abenteuerliche Pilgerreise wollten wir berichten. Mittlerweile kommt man ja mit gefühlt ein paar tausend Bilder nach Hause, genug also für eine Lichtbildvortrag. Doch wo vor heimischer Kulisse vorführen? Ein Pfarrhaus haben wir nicht mehr, einen Raum nicht, wo wir uns treffen können. Was lag also näher als einfach mal bei unseren evangelischen Nachbarn nachzufragen? Sie haben ja noch ein Pfarrhaus! Wir haben offene Türen eingerannt! Gut, wenn man Ökumene so pflegt und lebt. Am 20.11. sollte es dann soweit sein. Die Vorbereitungen waren vorbildlich und haben richtig Spaß gemacht, geschwisterlich sozusagen. Der Einladung waren 57 Leute gefolgt! Mehr als wir uns vorgestellt hatten. Nicht nur aus Westeregeln, sondern auch aus den Nachbarorten, auch aus Staßfurt waren Neugierige angereist. Das hat uns sehr gefreut! Mit einem Gebet begannen wir den Abend. Unsere Gastgeber verwöhnten uns mit Tee und allerlei Gebäck. Die Zeit verging wie im Fluge! Nach gut zwei Stunden waren wir auf unserer virtuellen Pilgerreise mit dem Barkas wieder am Ortsschild Westeregeln angelangt. Nach dem Schlussgebet und dem Segenswunsch kam man noch ins Gespräch. Es war ein wunderbarer Abend und hat uns allen Freude bereitet. Danke noch einmal unseren Gastgebern und allen, die gekommen waren!
Detlef Grau
Taizégebet in Westeregeln
Der Bischof zu Besuch
in „St. Mechthild“ in Westeregeln
Welch Überraschung! Unser Bischof wollte im Rahmen seiner Visitation in unserer Pfarrei, auch zu uns nach Westeregeln kommen! Wir wussten, dass er sich gerade auf dem Lande ansehen wollte, wie Gemeindeleben auch unter schwierigen Bedingungen funktionieren kann, aber er ist für gewöhnlich auch bestens informiert und hat bestimmt auch von unserem leckeren Kuchen gehört. Es war sicher eine Mischung aus Beidem. Schnell wurde über unsere „St. Mechthild“ WhatsApp-Gruppe organisiert, wer welchen Kuchen backt, wer die Würstchen besorgt und wer den Kaffee kocht. Die Frage war nur, wohin mit dem Bischof? Einen Raum haben wir nicht mehr, in dem wir uns treffen können, eine Toilette auch nicht mehr. Wir kamen auf die Idee, im hinteren Bereich unserer Kirche auf der linken Seite die Kirchenbänke zu einem „U“ umzustellen, mit einem Tisch in der Mitte. Durch die Bankheizung hatten wir nun sogar Sitzheizung! Pünktlich fuhren die ganzen Bäcker, Kaffeekocher und Stullenschmierer mit ihren Tabletts vor und man fragte sich langsam, wieviel Bischöfe denn kommen würden😉. Der Bischof kam in Begleitung von Pfarrer Lorek und zwei unserer drei Gemeindereferenten, Pickels aus Aschersleben. Schön, daß wir sie auch einmal bei uns begrüßen konnten. Wir hätten aber auch alle drei Gemeindereferenten satt bekommen. Nach einem kurzen geistlichen Impuls von Jaqueline Zielke gab es noch ein Ständchen für unser Geburtstagskind Johannes. Dabei konnten wir den Bischof sicher mit unserer Sangesfreude überzeugen. Beim anschließenden Kaffee und Kuchen kam man schnell ins Gespräch. Den Bischof interessierte sehr, wie Glauben und Gemeindeleben unter so schwierigen Bedingungen und so weniger finanzieller Mittel so lebendig sein kann. Das hat ihn sicher überrascht. Durch die Lockerheit und die ungezwungene Atmosphäre kam es zu guten Gesprächen, einem Austausch von Ideen und Meinungen. Aber auch unsere Sorgen und so manche Ängste fanden sein Ohr, genauso wie unsere Träume und Wünsche. Ich denke, er konnte eine ganze Menge, auch aus einer kleinen Gemeinde wie der unseren, mit nach Magdeburg nehmen. Eigentlich wollte unser Bischof keine Rede halten, wie er zum Schluss betonte, es war dann aber doch eine geworden. Er sprach uns Mut zu, treu im Glauben zu bleiben und wünschte uns, unsere Lebendigkeit und unseren Frohsinn beizubehalten. Es war ein schöner Nachmittag, für uns alle!
Detlef Grau
Osterkerze-Fahrt
der Gemeinde Westeregeln